RIK

Regionales Integrationskonzept

Was ist RIK?
Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sollen gemäß § 4 NschG gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern unterrichtet werden, wenn auf diese Weise dem individuellen Förderbedarf des Kindes entsprochen werden kann und wenn die organisatorischen, personellen und sächlichen Voraussetzungen gegeben sind.

Dem Bildungsauftrag der Schule (§ 2 NschG) entsprechend, ermöglicht das RIK, dass Schülerinnen und Schüler ihre Beziehungen zu anderen Menschen nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Toleranz gestalten. Dies ermöglicht außerdem, dass alle Kinder und Jugendliche das Angebot erhalten, in ihrem sozialen Umfeld wohnortnah gefördert und gefordert zu werden.

Das Ziel des RIKs ist der gemeinsame Unterricht aller Kinder der Region. Auch die Kinder und Jugendlichen, bei den sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde, sollen an jeder Schule – insbesondere an den Grundschulen – gemäß ihren individuellen Lernvoraussetzungen gefördert werden und die entsprechende erforderliche Hilfe und Unterstützung erfahren. Diese „Sonderpädagogische Grundversorgung“ ist im RIK Göttingen auf den gemeinsamen Unterricht und die gemeinsame Erziehung im Primarbereich für die Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und
Sprache ausgerichtet.

Wie ist das RIK in Göttingen organisiert?
In Göttingen haben sich Grundschulen dem RIK angeschlossen, denen Förderschullehrerstunden zur Verfügung stehen. Bei diesen Grundschulen wird zwischen Schulen mit hohem,normalen und niedrigem Förderbedarf unterschieden. Laut des Grundsatzerlasses der Grundschule, liegen die Förderaufgaben der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im RIK bei den Grundschullehrern, die Förderschullehrer diagnostizieren die Lernausgangslage der Kinder mit Förderbedarf und stehen daraufhin den Grundschullehrerberatend zur Seite.

Wie wird das RIK in der Egelsbergschule umgesetzt?
Die Egelsbergschule hat sich seit dem Schuljahr 2002/2003 dem Regionalen Integrationskonzept in Göttingen angeschlossen. Dies bedeutet seitdem für Egelsbergschule, dass eine Förderschullehrkraft vom Förderzentrum Martin-Luther-King-Schule zur Verfügung steht, um vor allem präventiv zu beraten und zu fördern, wo sich Lernschwierigkeiten abzuzeichnen beginnen, damit durch frühzeitige Hilfen und Unterstützung der Ausprägung von Lern-, Verhaltens- und Sprachstörungen vorbeugend entgegengewirkt werden kann.

Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der Förderung an der Egelsbergschule überwiegend in den ersten beiden Schuljahrgängen. Jedoch erhalten auch Kinder der dritten und vierten Klasse durch die Förderschullehrkraft Unterstützung im Klassen-, Kleingruppen- bzw. Einzelunterricht. Die Förderschullehrkraft erstellt außerdem Beratungsgutachten zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und Förderpläne. In allen Jahrgangsstufen berät die Förderschullehrkraft ausgehend von der festgestellten Lernausgangslage des Kindes die Grundschullehrer bezüglich der Förderung und arbeitet intensiv mit den Klassen- und Fachlehrern zusammen.

An der Egelsbergschule können Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf mit Schwerpunkt Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache verbleiben. Um eine intensive und erfolgreiche Vernetzung aller an der Entwicklung eines Schulkindes beteiligten Personen und Institutionen zu gewährleisten, gehört es ebenfalls zu den Aufgaben der Förderschullehrkraft, Kontakte zu Eltern, zum Jugendamt, zu Psychologen bzw. Kinder-, u. Jugendpsychotherapeuten, zu Ergotherapeuten, zu Sprachheiltherapeuten bzw. Logopäden, zu Tagesgruppen und zu anderen pädagogischen Einrichtungen aufzunehmen und sich regelmäßig auszutauschen.